Die Vergesellschaftung

Mit diesem Thema muss sich früher oder später jeder Rennmaushalter auseinander setzen.

Sei es durch den Tod eines Partners, oder einfach weil sich die Partner unwiderruflich zerstritten haben. In beiden Fällen kommt dem Halter die Aufgabe zu, die verbliebene Rennmaus bzw. beide Partner neu zu vergesellschaften. Denn trotz des Konfliktpotenzials sind Rennmäuse soziale Tiere, die in festen Gruppenstrukturen zusammen leben, und niemals allein gehalten werden sollten.

 

Was bedeutet "soziale Tiere"?

Rennmäuse brauchen ihren Familien- bzw Gruppenverband. Sie erkennen ihre Gruppenmitglieder durch den gemeinsamen Geruch. Hierfür sorgt die gegenseitige Fellpflege, sowie das Markieren des Theretoriums durch Harn und Duftdrüsen. Trifft eine Maus auf eine Geruchsfremde so wird diese vertrieben. Unterwürfige Mäuse flüchten in dem Falle sehr schnell, andere kämpfen sogar bis zum Tod. In der Natur ist ebenfalls die Hormonproduktion der einzelnen Mitglieder entscheidend für die Harmonie der Gruppe. Wilde Mäuse produzieren Hormone, die die Geschlechtsreife der Nachkommen unterdrücken. So wird die Reproduktion, sowie die Gruppenstruktur geregelt. 

 

Was kann zum Streit in einer Gruppe führen?

Einerseits kann die Geschlechtsreife, und die damit verbundenen Pflegelphasen , zu Stress und Konfliktpotenzial, sowie Rangordnungskämpfen führen. Andererseits kann ein veränderter Geruch, z.B. durch Trennung ( die eine Maus ist evtl. ausgebückst und saß mehrere Stunden auf dem Boden, oder eine Maus musste zum Tierarzt), das Revierverhalten auslösen. Dies sind natürlich nur 2 Aspekte, es gibt weitere Möglichkeiten, die sich oft auch nicht begreifen lassen.

 

Welche Maßnahmen kann ich treffen?

Zuerst möchte ich gerne nochmal betonen, dass Rangeleien in jeder Gruppe einmal vorkommen, und sich meist auch von selbst wieder erledigen. Reagieren Sie also nicht spontan über. Lernen Sie durch Beobachtung den Umgang Ihrer Mäuse miteinander kennen. So fällt es Ihnen auch einfacher ernste Situationen zu erkennen.

Tritt der Fall ein, dass sich die Mäuse z.B. immer wieder ineinander verkneulen, oder jagen, zwischendurch aber noch zueinander finden, dann verkleinern Sie die Fläche, die den Mäusen zur Verfügung steht. Der Käfiginhalt kann bei Bedarf ebenfalls reduziert werden. Beenden die Mäuse das Aggressionsverhalten, können Sie nach einigen Tagen beginnen ihnen Stück für Stück wieder ein paar cm mehr Fläche zu geben. Achten Sie auch darauf, ob bestimmte Gegenstände evtl. zu Konflikten führen, diese sollten dann natürlich dauerhaft entfernt werden.

Finden die Mäuse hingegen nich wieder zusammen und die Beißereien beenden sich nicht von allein, müssen Sie die Mäuse sofort durch ein Trenngitter voneinander trennen. Setzen Sie sie hierzu am besten in ein kleines Glasbecken mit Streu und wenig Einrichtung. Fahren Sie fort wie bei der Trenngitter Methode allgemein.

Trennen Sie auf keinen Fall die Mäuse gänzlich voneinander. So geht der gemeinsame Geruch verloren, und Sie beginnen die Vergesellschaftung wie bei völlig fremden Tieren. Die Erfolge sind höher, wenn der Geruch der Gruppe erhalten bleibt.

 

Ist eine Vergesellschaftung nötig, weil ein Partner verstorben ist, ist diese oft einfacher, da die verbliebene Maus trauert und sich über den neuen Partner freut.

 

Nicht jede Vergesellschaftung gelingt, oft passen Mäuse schlichtweg nicht zusammen! Dies ist jedoch kein Grund eine Maus als EInzelgänger abzustempeln. So manche Maus hat schon 3 Anläufe gebraucht, bis es derpassende Partner war :)

 

Nachfolgend möchte ich Ihnen die verschiedenen Methoden für eine Vergesellschatfung auflisten und zu einer ausführlichen und bebilderten Erläuterung verlinken :)

 

Kleinraummethode ( geignet für Adult x Jungtier)

 

Trenngittermethode ( geeignet für Adult x Adult)

 

Großraummethode ( geieignet für Adult x Jungtier, Adult x Adult)